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Unternehmensbeitrag / Interview

«Nur Unternehmer verstehen Unternehmer»

Von Bros Partners AG · 2017

Bros Partners ist als Initiative von bekannten Unternehmern entstanden. Viele Patrons fühlen sich von klassischen Beratern und Treuhänder nicht verstanden. Der neue Ansatz: Unternehmer «beraten» Unternehmer.

Sind Sie beide auch Unternehmer?

Croci: Ich habe gerade vor einigen Monaten mit meinem Partner Andreas Ott einen industriellen Betrieb gekauft und bin noch an anderen Firmen beteiligt.

Ott: Ich bin gerade aus einem Industriekonzern, der ESTECH Gruppe, als Mitinhaber ausgeschieden, wo ich über sieben Jahre als aktiver Verwaltungsrat und CFO der Gruppe tätig war. Davor habe ich die Firma FHS Frech-Hoch AG gekauft und saniert.

Worin sehen Sie den Vorteil von Unternehmer zu Unternehmer?

Ott: Die meisten Patrons sind in ihren wichtigen Entscheidungsprozessen oft alleine und vermissen einen echten Sparringpartner auf Augenhöhe, der eine grosse Klaviatur verschiedenster unternehmerischer Aktivitäten spielen kann.

Croci: Dies ermöglicht uns auch unangenehme Dinge anzusprechen, welche oft von anderen nahestehenden Personen nicht angesprochen wurden.

Was unterscheidet Sie von den klassischen M&A Häusern?

Croci: Wir begleiten unsere Kunden über verschiedene unternehmerische Lebensphasen hinweg. Für uns ist der Verkauf nicht einfach ein einmaliges, lukratives Geschäft, sondern wir pflegen Kundenbeziehungen weit über die Transaktion hinaus. Somit blicken wir durch die Brille des Unternehmers, jedoch mit einem anderen Blickwinkel und bringen Lösungen, als ob es die eigene Unternehmung wäre. So haben wir zu Kunden tolle Beziehungen aufgebaut und es sind vielfältige Partnerschaften entstanden.

Klingt nach einem komplett anderem Vorgehen ...

Croci: Ja, denn wir analysieren in erster Linie nicht die Vergangenheit, rechnen uns durch alte Bilanzen, sondern versuchen das noch nicht ausgeschöpfte Potenzial zu identifizieren.

Ott: Ich möchte Ihnen an einem aktuellen Beispiel aufzeigen, was wir damit meinen. Wir haben gerade eine Transaktion erfolgreich abgeschlossen. Dank einer gründlichen Analyse mit dem Inhaber konnten wir drei Mitbewerber als potenzielle Käufer identifizieren. Wir haben uns gefragt, für welchen Konkurrenten eine Übernahme Sinn machen würde. Es ging also überhaupt nicht um EBIT oder Substanzwerte, sondern um einen strategischen Wert für einen Mitbewerber. Das kann ein Synergiepotenzial sein oder der Eintritt in den Schweizer Markt. Der Prozess verlief professionell und wir konnten verhindern, dass der Markt Wind davon bekam.

Wann ist eigentlich der ideale Zeitpunkt für eine Nachfolge?

Croci: Es sollte eine permanente Denkaufgabe des Verwaltungsrates sein, sich Gedanken über den Ausstieg zu machen. Da dies die meisten Unternehmer nicht tun, ist die Antwort auf Ihre Frage: einige Jahre vorher. Dies hängt wohl direkt mit der vielfach völligen Fehl- oder Unterbesetzung des Verwaltungsrates von KMU zusammen. Das ist aber ein Thema für sich. Wir sind beispielsweise gerade für eine Dienstleistungsfirma tätig. Dessen Inhaber hat sich frühzeitig entschlossen, die Nachfolge zu regeln. Er hat keine Kinder und möchte den Verkaufspreis maximieren. Unsere Strategie: Zuerst einen grösseren Mitbewerber kaufen und integrieren, um die Marktstellung deutlich zu verbessern. Sein Verkaufserlös dürfte in zwei bis drei Jahren deutlich höher liegen, da seine Firma dank Überschreitung der kritischen Grösse für Finanzinvestoren interessant wird.

Gibt es noch andere Auslöser für eine Nachfolge?

Ott: Ja, wir suchen immer wieder im Auftrag von Investoren spannende Investitionsmöglichkeiten, also Firmen zum Kaufen. Dabei sprechen wir auch Inhaber an, welche sich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken über die Nachfolge gemacht haben. Was ist Ihrer Meinung nach der Hauptgrund für ein Scheitern von Nachfolgeregelungen?

Croci: Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. So werden beispielsweise Manager als Nachfolger ernannt, obwohl sie dazu nicht in der Lage sind. Dies wohl aus der Hoffnung heraus, endlich eine Lösung gefunden zu haben. Bei klassischen Verkäufen sind Preis beziehungsweise Terminerwartungen massgebende Treiber für den Erfolg oder das Scheitern einer Transaktion.

Im Interview

Roman Croci und Andreas Ott
Gründer und Partner von Bros Partners AG

Bros Partners AG
T: +41 (0)44 380 80 79

www.brospartners.ch