Intralogistik

Damit innerbe­trieblich alles rund läuft

Von Tobias Lemser · 2016

Eine optimale Intralogistik spart Zeit, verbessert die Auslastung und erhöht die Reaktionsfähigkeit und Sicherheit.

Vom Wareneingang bis zum Warenausgang: Eine ausgefeilte Intralogistik gewinnt in immer mehr Unternehmen an Bedeutung. Sie erhöht die Produktivität und reduziert Kosten.

Zunehmender Zeit- und vor allem Kostendruck stellen Unternehmen vor immer neue logistische Herausforderungen. Denn welcher Kunde will schon lange auf seine bestellte Versandware, das Gepäck am Flughafen oder eine Werkstattreparatur warten. Und nicht nur Kunden setzen ein nicht nachlassendes Höchstmass an Leistungen voraus. Ebenso wachsender Konkurrenzdruck und immer neue Marktanforderungen bedürfen ausgeklügelter logistischer Abläufe. Um diesen gerecht zu werden, steht die Intralogistik in Unternehmen ganz besonders im Fokus. Sie umfasst sämtliche innerbetriebliche Prozesse respektive logistische Material- und Warenflüsse, beispielsweise in einem Hafen, einer Produktion oder in einem Distributionszentrum. Die Ziele der Intralogistik liegen vor allem darin, Zeitverluste zu minimieren, die Auslastung und Ergonomie zu optimieren und die Reaktionsfähigkeit zu erhöhen. Ebenso anzustreben ist es, die Sicherheit zu erhöhen und Ressourcen optimiert einzusetzen.

IT hat sämtliche Waren im Blick

Die heutzutage wichtigste Komponente im Zeitalter von Industrie 4.0 ist der komplette Datenfluss - vom Wareneingang bis zum Warenausgang. «Mit Industrie 4.0 stehen wir vor der Übergangsschwelle von der physischen in die digitale Welt», sagt Peter Grob, Präsident der GFT Interessengemeinschaft Förder- und Lagertechnik. Hierfür elementar, um den Materialfluss im produktionsnahen Umfeld zu optimieren, ist es jedoch, sämtliche Artikel mit einer Verbindung zur Informationstechnik auszustatten. Ökonomisch sind Sensoren und Aktoren, die klein und leicht sind, nur geringfügig Energie benötigen und günstig zu beschaffen sind. «Auch muss die Informationserfassung einfach und eindeutig sowie die Bedienung direkt, intuitiv und vor allem zuverlässig sein», erläutert Grob. Nur so können Artikel automatisch identifiziert, lokalisiert sowie punkt- und zeitgenau gesteuert werden, was neue Produktfunktionen, Services und Geschäftsmodelle ermöglicht und letztlich zur Effizienzsteigerung in der Lagerverwaltung beiträgt.