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Interview

«Wir erarbeiten Lösungen für Exporteure»

Von Peter Gisler, SERV Schweizerische Exportrisikoversicherung · 2017

Exporteure arbeiten mit zunehmend höheren Zahlungs- und Kredit­risiken.

Der Direktor der SERV, Peter Gisler, über die zunehmende Konkurrenz auf internationalen Märkten und passgenaue Versicherungsangebote – gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Wie ist die aktuelle Lage der Schweizer Exporteure?

Auf den ersten Blick gut: Die Exporte sind im ersten Halbjahr 2017 um über vier Prozent gestiegen. Dennoch belastet die Frankenstärke weiterhin die Schweizer Exportwirtschaft. Grund­sätzlich rückt auch das Thema Industrie 4.0 zunehmend in den Fokus vieler Unternehmen: Prozesse verändern sich immer schneller und der Zeitdruck wächst. Nicht zuletzt stellen recht neue Entwicklungen die Schweizer Exporteure auf den internationalen Märkten vor Probleme.

Inwiefern?

Wir beobachten, dass die zunehmende internationale Konkurrenz immer öfter die Exporteure zwingt, neue Märkte in Afrika, Asien oder Latein­amerika zu erschliessen. Die Herausforderung: Auf diesen Märkten sind die Zahlungs- und Kredit­risiken vergleichsweise hoch. Hinzu kommt, dass insbesondere bei grösseren Projekten die Konkurrenzsituation durch den Wettbewerb zwischen den staatlichen Export Credit Agencies (ECAs) steigt. Diese ECAs unterstützen ihre eigene Exportwirtschaft durch sehr günstige Finanzierungsbedingungen.

Gibt es insbesondere mit Blick auf KMU noch weitere Schwierigkeiten?

Ja, die gibt es. Exporteuren mangelt es oft an Liquidität, um gerade grössere Aufträge anzunehmen, weil ihre Kreditlimite bei der Bank ausgeschöpft sind. Zugleich hat aufgrund der erhöhten regulatorischen Anforderungen an die Banken die Kreditverfügbarkeit für die Exporteure abgenommen.

Wie kann die SERV in diesen Situationen helfen?

Die SERV kann mithilfe ihrer Versicherungslösungen Exporteure auf unterschiedlichen Wegen unterstützen. Bewährt haben sich Produkte wie die Fabrikationskreditversicherung oder die Bondgarantie. Sie werden vor allem von KMU stark nachgefragt und unterstützen sie bei der Optimierung ihres Liquiditätsmanagements. Mit der Fabrikationskreditversicherung versichert die SERV Rückzahlungsansprüche eines Finanz­instituts an einen Exporteur aus einem Fabrikationskredit für ein bei der SERV versichertes Exportgeschäft. Die Deckung der SERV ermöglicht in der Regel eine günstigere Finanzierung, macht die Stellung weiterer Sicherheiten überflüssig und verschafft somit dem Unternehmen die nötige Liquidität für die Auftragsabwicklung. Bei der Bondgarantie helfen wir Exporteuren indirekt dabei, ausländischen Kunden eine Bankgarantie zu stellen, für welche die Exporteure nicht genügend Limite bei der Hausbank haben oder die Höhe des Betrages ihre Liquidität einschränkt.

Mit welchen Folgen?

Bei beiden Lösungen trägt die SERV einen Teil des Risikos für den Exporteur beziehungsweise für die Bank. So können die Exporteure ihren Kunden attraktivere Zahlungsbedingungen anbieten. Und dieser Vorteil kann der entscheidende Faktor sein, um ein Projekt zu gewinnen. Entsprechend machen wir die Unternehmen durch unsere Lösungen international kompetitiver. Zugute kommen uns dabei sicher unser über zehn Jahre aufgebautes sehr gutes Renommee bei Schweizer Exporteuren und die hervorragende Kapitalisierung der SERV.

Welche Branchen profitieren besonders von diesen Versicherungslösungen?

Sehr stark profitieren von diesen Lösungen die KMU über alle Branchen hindurch. Die übrigen Versicherungsprodukte wie zum Beispiel die Käuferkreditversicherung werden vor allem in der Energieversorgungs- und Bahntechnologiebranche nachgefragt.

Auf welche Weise macht sich die SERV selbst fit für die geänderten Marktbedürfnisse?

Aktuell steht bei uns die Modernisierung unserer IT-Architektur und die Digitalisierung im Vordergrund. In Planung ist beispielsweise eine effizientere Geschäftsabwicklung von Kleingeschäften im Rahmen einer serviceorientierten IT-Architektur. Diese soll unseren Kunden zu­gutekommen, da wir so mehr Kapazitäten für die Beratung haben werden. Zudem haben wir auf die komplexer werdenden Finanzierungsstrukturen bereits mit der Neurekrutierung von Mitarbeitern reagiert und mit Blick auf eine zunehmend globalisierte Welt die Anforderungen bezüglich der Wertschöpfung in der Schweiz gelockert. Dabei ist und bleibt unser Ziel: Wir wollen mit einem Höchstmass an Agilität sowie kurzen Entscheidungswegen gemeinsam mit Kunden und Banken Lösungen für die Schweizer Exportwirtschaft erarbeiten.

Im Interview

Peter Gisler
Direktor
SERV Schweizerische Exportrisikoversicherung

T: +41 (0)58 551 55 55
E: info@serv-ch.com

www.serv-ch.com