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Gastbeitrag

Erfolgreiche Nachfolge im KMU

Von Paul Stämpfli, nachfolgepool · 2017

Paul Stämpfli, Gründer von nachfolgepool

Die Regelung der Unternehmensnachfolge gleicht der Herstellung eines komplexen Werkstückes: Jedes Bestandteil muss genau passen, damit das Ergebnis gut wird.

Nachfolgelösungen laufen in KMU nach anderen Regeln ab als bei Grossunternehmen, wo Eigentümerrechte und Führungsverantwortung meistens getrennt sind. Weil Inhaber-Nachfolger oft ihr gesamtes Kapital investieren, ist die Risikogewichtung der Käufer defensiver, als wenn Führungskräfte ohne finanzielles Engagement über den Kauf eines Unternehmens entscheiden.

Bevor das KMU für eine familienexterne Nachfolge an den Markt gebracht wird, sind Grundsatzfragen zu beantworten. Zuerst jene nach der emotionalen Nachfolgebereitschaft. Erst wenn diese positiv beantwortet wird, kann ein Nachfolgeprozess gestartet werden. Dann ist zu klären, wie nachfolge- beziehungsweise verkaufsfähig das Unternehmen ist.

Der Verkaufsfähigkeit stellen sich oft drei Hürden in den Weg: 1. Das Unternehmen ist zu schwer, 2. zu schwach oder 3. zu risikoreich. Zu jedem dieser Themen gibt es regalfüllende Literatur.

In Kurzform heisst dies:

  1. Ein zu schweres Unternehmen hat sich von Aktiven zu entledigen, welche für die Weiterführung des Unternehmens nicht notwendig sind: etwa zu hohe Liquidität, nicht betriebliche Finanzanlagen oder Immobilien, welche gemietet statt gekauft werden können.
  2. Ein zu schwaches Unternehmen muss seine Prozesse so optimieren, dass die Liquidität über die Wertschöpfung sichergestellt wird; die Kundenbasis ist auszubauen und zu stabilisieren; die Beschaffung und Technologien sind den aktuellen Standards anzupassen.
  3. Ein Unternehmen ist risikoreich, wenn Abhängigkeiten bestehen, welche den Fortbestand gefährden können: etwa hohe Umsatzanteile einzelner Kunden, exklusive Lieferpartner, wichtige Schlüsselpersonen oder kurzfristige Mietverträge für Verkaufsstellen im Detailhandel.

Bemerkungen zum Nachfolgemarkt: Dieser ist aus Diskretionsgründen anonym und wird meistens durch Intermediäre begleitet. Jedes Unternehmen steht in Konkurrenz zu anderen, die zum Verkauf angeboten werden. Die Kaufinteressenten führen den Suchprozess in der Regel sehr professionell und sind auf Risiko­minimierung bedacht.

Fazit: Eine Unternehmensnachfolge – insbesondere ein familienexterner Generationenwechsel – ist ein anspruchsvoller Prozess mit erheblichen finanziellen Konsequenzen. Wer als Verkäufer eines Unternehmens eine professionelle Vorbereitung trifft, kommt am schnellsten zu einer nachhaltigen Lösung, die für alle zum Erfolg führt.

Im Interview

Paul Stämpfli

Gründer Nachfolgepool GmbH

www.nachfolgepool.ch